Martin Kalmbach

Systemischer Therapeut und Berater (systemische Gesellschaft SG) –
Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie (HPG).
Fortbilungen u.a. im Aruna-Institut, bei David Schnarch und Gabriele Kahn, IKR-Institut.
Langjährige psychospirituelle Fortbildungen als Schüler der Rihwan-Schule.
Bis 2025 Beratungstätigkeit bei VÄTER e.V. Hamburg.
Schwerpunkte: Paarberatung, Trennungsberatung, Erziehungsberatung, Geburtsvorbereitung,Traumatherapie.

Aruna
Als Leiter*innen des Aruna-Instituts haben Regina König und Hellwig Bali Schinko ein vielschichtiges Konzept von herausfordernden „Landschaften“ entwickelt, in denen die Teilnehmer*innen ein unmissverständliches und konstruktives Feedback zu ihrer Person bekommen.
„Echte Selbsterfahrung entsteht nicht nur aus der Wahrnehmung der sich ständig wiederholenden Persönlichkeitsmuster. Wenn ich die konservierende Angst mit Hilfe von Mut durchschreite und mich auf ungeschütztes Land begebe, werde ich erlebend erfahren, für wen ich mich halte und wer ich bin.“
IKR
Die Methode des Innere-Kinder-Rettens von Gabriele Kahn ermöglicht einen sanften Prozess von Heilung bei sexuellen Komplextraumata und anderen Traumata. IKR ist eine Weiterentwicklung hypnotherapeutischer und imaginativer Methoden.
Das Problem vieler traumatherapeutischer Ansätze besteht darin, den dissoziativen Moment als Moment der Unerträglichkeit nicht integrieren zu können: Das Erleben eines Ereignisses von Unerträglichkeit, welches zu einer psychoneuronalen Veränderung im Sinne einer sogenannten Abspaltung geführt hat, kann nicht durch den Versuch des „Nacherlebens“ oder der Exposition erträglich und dadurch erlebbar gemacht werden.
„Als würde man versuchen, ein durch einen Stromschlag erlebtes Trauma, bei dem man ohnmächtig geworden ist, dadurch aufarbeiten wollen, dass man erneut in die Steckdose greift: Unerträglichkeit selbst kann nicht erträglich werden, denn deswegen nennt man sie Unerträglichkeit.„
Durch die Entwicklung eines therapeutischen Konzepts der „Nichteinmischung“ von Gabriele Kahn, kann die Paradoxie des aktiven Umgangs mit dem Nicht-Erlebbaren, weil Unerträglichen, aufgehoben werden.
David Schnarch
Die Empathiefähigkeit von Menschen deutet zunächst nur auf die Existenz eines angeborenen Sensoriums, Gefühle eines anderen Menschen wahrnehmen und lesen zu können. Ob allerdings die Einsicht in die Gefühlswelt eines Gegenübers zu pro- oder zu antisozialem Verhalten führt, ist abhängig von der Bedürfnislage der wahrnehmenden Person.
Die angeborene und sich im späteren Kindesalter entwickelnde Fähigkeit, Verlangen und Absicht eines anderen Menschen erkennen zu können (mind mapping) ist ein zentrales Element sozialen Miteinanders aller Menschen.
Dies wirft eine neue Blickweise auf einen bekannten Satz:
„Meine Eltern haben mich nicht wirklich gesehen, deswegen sind sie so mit mir umgegangen.“
Was aber würde es bedeuten, wenn ich erkenne:
„Meine Eltern sind in der Weise mit mir umgegangen, weil sie mich gesehen haben?“
Für eine Kind ist diese Erkenntnis unerträglich, weil es sich in einem Abhängigkeitsverhältnis befindet: Daraus entsteht ein Trauma, welches – weit verbreitet – als solches nur selten kommuniziert wird.
Man bedenke: Diese Betrachtungsweise, die im Zusammenhang mit den eigenen Eltern gefühlt nur schwer denkbar erscheint, ist im Feld der Kriminalistik eine Selbstverständlichkeit.
David Schnarch hat aus diesen Perspektiven heraus therapeutische Ansätze entwickelt, die durch Aufklärung und Richtigstellung Ordnung in der eigenen Persönlichkeitsstruktur bewirken und dadurch den Betroffenen ein Leben ermöglichen, welches nicht an einer unbewussten und belastenden Vergangenheit anhaftet.
Diamond Approach
„Als ich fühlen und innerlich wahrnehmen konnte: meine Persönlichkeitsstruktur, die Leerräume dazwischen und den das ganze umgebenden, stillen Raum dazu die physische Welt, fragte mich Philipp, wie es ist, das alles zugleich zu sehen. Ich antwortete und sagte: „Das fühlt sich an wie die Wahrheit – es gibt in mir alle Aspekte: die aus der Vergangenheit stammende Struktur aus Abwehr, Leid und Illusion, mein Körper und seine Bedürfnisse die Erfordernisse der sozialen Umgebung und den ewigen, stillen und offenen Raum der puren Wachheit.“
Und dann fragte er mich, wie es für mich wäre, einen Schritt dahin zu gehen, wo dies auch egal sei. Ich lachte vergnügt auf, denn hier fühle ich grenzenlose Freiheit.„
Mein Leben ist ein beständiges Bewirktsein durch das Sein selbst. Und indem es bewirkt ist, entfaltet es sich ständig neu. Man nennt es Wirklichkeit oder auch Realität.